Pof.
Meyl zu der Frage wie das Wachstum der Erde zu erklären sei:
Prof. Meyl:
"Es gib keine brauchbaren
physikalischen Modelle um das Wachstum der Erde zu erklären.
Ich persönlich gehe von Neutrinopower aus, d.h. dass
Neutrinostrahlung von der Erde absorbiert und materialisiert wird."
Sprecher:
"Meyls Vorstellung von Neutrinopower würde nicht nur das
Wachstum der Erde erklären, sondern auch das heutige Weltbild
der
Physik zum bersten bringen.
Meyls Theorie berruht auf einer Erweiterung der elektromagnetischen
Feldtheorie, die er bereits 1990 veröffentlicht hat. Ein
mathematisches Formelwerk mit dem die Neutrinos sogar berechnet werden
können. Die etablierten Physiker haben Meyl noch nicht
anerkannt."
Kommentar:
Interessant ist in diesem Zusammenhang das Wort "Neutrinopower".
Offensichtlich will Meyl mit diesem ungewöhnlichem Wort
Reklame für sein Buch mit dem gleichen Titel machen. Gibt man
in Google dieses Wort ein, so erhält man Links zu vielen
Seiten auf denen das Buch angeboten oder besprochen wird.
Das erwähnte Formelwerk schreibt den Neutrinos andere
Eigenschaften zu als sie tatsächlich haben und ist
außerdem mathematisch falsch, wie der Mathematiker Prof.
Bruhn gezeigt hat. >>
An
anderer Stelle im Film:
Sprecher:
"Der erste Forscher der die Neutrino-Strahlung beschrieben und nach
eigener
Aussage auch genutzt hat, war der Serbe Nikola Tesla...
Sprecher:
"Zum 150. Geburtstag wurde in der renomierten Eidgenössischen
Technischen Hochschule in Zürich eine Sonderausstellung
eröffnet. Auf Einladung der Tesla-Society Schweiz, hielt Prof.
Meyl
den Fachvortrag. Dabei zitierte er einen fast vergessen Artikel aus der
New York Times vom 6. Febr. 1932.
Darin beschrieb Tesla eine Strahlung, die aus der Sonne kommt, aus
unfaßbar kleinen Partikeln besteht, und tausende Meilen
fester
Materie druchschlägt. Genau diese Eigenschaften hat nach
heutiger
Kenntnis nur die Neutrino-Strahlung. Tesla behauptete sogar, dass diese
Strahlung schneller als das Licht
sei."
Kommentar:
Tesla war zweifellos ein
genialer Ingenieur. Seine Indeen und Konstruktionen haben die
Elektrotechnik um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zu
einer stürmischen Entwicklung verholfen. Die Wissenschaft hat
sein Wirken dadurch gewürdigt, dass sie die Einheit der
magnetischen Flußdichte nach ihm benannt hat. In seinen
späteren Jahren scheint er den Bezug zur Realität
verloren zu haben - keine Seltenheit bei genialen
Persönlichkeiten. Siehe z.B. >> >> >>
Der erwähnte Artikel in der New York Times steht hier
in Englisch
zur Verfügung. Siehe auch >>. Ein
Wissenschaftler, der 1932 an der aktuellen
Forschung beteiligt war, hätte einen solchen Text sicher nicht
veröffentlicht. Der Artikel macht deutlich, dass sich Tesla zu
dieser
Zeit, also1932,
nicht mehr an dem aktuellen Stand der Forschung orientiert hat.
Meyl behauptet, dass Tesla mit Neutrinos gearbeitet habe.
Meyls Darstellung ist falsch. Das Neutrino wurde 1933 von Pauli
postuliert und 1956 erstmals experimentell nachgewiesen. Tesla konnte
nicht mit Neutrinos gearbeitet haben. Siehe z.B. >> . Indirekt
will Meyl damit beweisen, dass er selbst mit Neutrinos arbeitet, die er
auch als Skalarwellen, Freie Energie, Tachyonen oder Orgon (Siehe Wilhelm Reich)
bezeichnet. Seine
Argumentation: Die von Tesla beschriebene Strahlung habe folgende
Eigenschaften:
- Sie
kommt aus der Sonne,
- Sie besteht aus
unfassbar kleinen Teilchen
- Sie
durchschlägt tausende Meilen fester Materie
- Sie ist
schneller als Licht
Genau
diese Eigenschaften, so Meyl, habe nach heutiger Kenntsnis nur
die
Neutrino-Strahlung. Also habe Tesla die Neutrinostrahlung beschrieben
und mit ihr gearbeitet.
In der folgenden Tabelle habe ich die Eigenschaften, die Tesla seiner
„Primärstrahlung“ in seinem Artikel
zuschreibt mit einigen bekannten Eigenschaften der Neutrinos
verglichen.
|
Eigenschaft
|
"Teslas
Strahlung"
|
Neutrinos
|
|
Herkunft:
Sterne, Sonne
|
Ja
|
Ja
|
|
Hohe
Durchschlagskraft
|
Ja
|
Ja
|
|
Sehr
kleine Teilchen
|
Ja
|
Ja
|
|
Elektrische
geladen
|
Ja
|
Nein
|
|
Überlichtgeschwindigkeit
|
Ja
|
Nein
|
|
Ursache
der
Radioaktivität
|
Ja
|
Nein
|
|
Wird
in
Vakuumröhren erzeugt
|
Ja
|
Nein
|
Eine Strahlung mit den Eigenschaften
der "Teslas Strahlung" gibt es nicht. Weder wurde eine Strahlung mit
Überlichgeschwindigkeit beaobachtet, noch kann man eine von Tesla
beobachtete Strahlung für die Entstehung radioaktiver Materialen
verantwortlich machen.
Die Meyl'sche Logik führt
manchmal zu
absonderlichen Schlüssen, z.B.:In seinem Aufsatz "Freie
Energie und Wechselwirkung der Neutrinos" schreibt Meyl unter
Hinweis auf das oben angeführte Zitat Teslas:
Prof. Meyl: "Während das
internationale Forscherteam in seinem Minenlabor unter der Erde viel
Geld und kostbare Zeit verbraucht, beschimpfen sich über der Erde
die Politiker und schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu,
statt nach echten Lösungen zu suchen. Wenn nämlich nach der
Aussage von Tesla die Neutrinostrahlung die Radioaktivität
überhaupt erst bewirkt, dann ließe sich doch durch eine
erhöhte Strahlungsdichte die Halbwertszeit herabsetzen und die
Radioaktivität vermindern. Man sollte die Brennstäbe mit
Neutrinos so lange duschen, bis nur noch die natürliche Strahlung
übrig bleibt. Wir bräuchten dann keinen Castor mehr. Aus dem
hochgefährlichen Müll wäre normaler Hausmüll
geworden, der ggf. sogar recycled werden könnte.
Realisiert werden
könnte eine solche Neutrinodusche durch die Bündelung der
natürlichen Strahlung, wie schon von dem Arzt Dr. Wilhelm Reich
mit seinem Orgonakkumulator gezeigt worden war, oder mit einem
künstlichen Neutrinostrahler, wie dem "Magnifying Transmitter" von
Nikola Tesla."
Anmerkung: Ein Orgonakkumulator nach
Reich ist eine Holzkiste mit wechselnden Schichten aus Holz- und
Stahlwolle. Siehe dazu auch >>
Startseite
weiter