Pseudowissenschaften an der Universität Leipzig

 

Der Preis für den Wirkungsnachweis homöopathischer Mittel, den die Leipziger Pharmazeuten Apothekerin Franziska Schmidt, Prof. Karen Nieber und Prof. Wolfgang Süß 2003 erhalten haben, beruht auf einer Falschmitteilung

Kommentar
von

Prof. Dr. rer.nat. Gerhard Bruhn, Darmstadt
Prof. Dr. rer.nat. Erhard Wielandt, Stuttgart
PD Dr. rer.nat. Klaus Keck, Konstanz

Die Universität Leipzig berichtete im November 2003 in einer Pressemitteilung und im Journal der Universität, dass die Pharmazeuten den mit 10.000 EUR dotierten Preis erhalten haben, weil sie angeblich nachgewiesen haben, dass Belladonna-Verdünnungen die Kontraktion von Muskelpräparaten auch dann noch beeinflussen können, wenn die Lösuungen so weit verdünnt sind, dass keine Wirkstoffmoleküle mehr in der Lösung vorhanden sind. Wir begründen hier, warum wir der Meinung sind, dass die von der Leipziger Forschergruppe mitgeteilten "Erkenntnisse" nicht auf objektiven Messungen, sondern auf vorurteils und methodisch bedingten Messfehlern beruhen.


Übersicht

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Kurzfassung für die Presse
Chronologie unserer Bemühungen

Zusammenfassung >>

Vorbemerkungen
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Anmerkungen zur Homöopathie
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Belladonna-Hochpotenzen sind keine homöopathischen Arzneimittel>>

Versuche
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Ergebnisse
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Fehler bei der Durchführung der Versuche

1. Potenzierung
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Es ist aus prinzipiellen Gründen unmöglich, Belladonna-Verdünnungen D60 und D100 herzustellen.

2. Höhe der Peaks
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Die von den Autoren verwendete Methode ist ungeeignet für derartige Untersuchungen, weil der Signal-Rauschabstand zu gering ist und
deshalb die Höhen der Peaks nicht mit ausreichender Genauigkeit und Objektivität ermittelt werden können.

3. Form der Peaks
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Die Methode kann auch deshalb nicht verwendet werden, weil es
nicht möglich ist, aus der Höhe der Peaks mit ausreichender
Genauigkeit auf die Intensität der Stimulierung zu schließen

4. Placebo-Ergebnisse >>
Die besondere psychologische Situation der mit der Durchführung der Versuche beauftragten Diplomanden verhindert eine kritische Auswertung der Versuchsdaten. Die ermittelten Resultate sind Ergebnisse eines "Placebo-Effekts"

5. Selektion von Daten >>
Durch Selektion von Daten wurden Ergebnisse erzeugt, die der Erwartung entsprachen

6. Methode der Versuchsauswertung
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Die Messungen beziehen sich auf irreale Referenzwerte. Die bei der graphischen Darstellung der Messwerte verwendete Null-Linie existiert nicht

7. "Doppelblindversuch"
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Ein von der Arbeitsgruppe durchgeführter Versuch widerlegt die eigenen Aussagen.

Fazit
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Wissenschaftliche Redlichkeit
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Sponsoren - Hintergrund
>>

Öffentliches Auftreten
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Homöopathische elektromagnetische Wellen >>

Vorschläge für die Universität Leipzig
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Unser Anliegen
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Literatur und Links
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Die Autoren
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Ergänzungen :

Dr. rer. nat. für die Messung "geistartiger Moleküle" >>

Konsequenzen aus der Sicht eines Homöopathen, der diese Ergebnisse für Wissenschaft hält.
    D
as Ende der Homöopathie? >>
    Homöopathische Arzneimittel nur einen Monat haltbar >>

Prof. Süß's Stellungnahme im Hahnemannzentrum in Meißen am 13.02.06  und unser Kommentar dazu. 
Reaktionen in der Presse

Die Zeitschrift "Laborjournal" birngt einen kritischen Bericht unter dem Titel: "Die Wunderforscher" >>


Letzte Meldungen:

Die Deutsche Apotheker Zeitung veröffentlicht einen Artikel über die Veröffentlichung von Schmidt, Süß und Nieber. Wir zitieren hier den letzten Absatz:

Arbeit zurückgezogen

Mittlerweile haben die Autoren der Arbeit - nach einer Denkpause - Fehler bei der Versuchsdurchführung und Auswertun eingestanden. Insbesondere fehlten notwendige Kontrollversuche und nicht alle Daten wurden in die statistische Auswertung einbezogen. Die Mitteilung in der Zeitschrift Biologische Medizin wurde zurückgezogen,  der Preis zurückgegeben. Damit muss ein weiterer Versuch, die Wirkung  von homöopathischen Verdünnungen in vitro nachzuweisen, ad acta  gelegt werden. >>

Die Universität berichtet in einer Pressemitteilung mit dem Titel "Pharmakologin räumt Fehler ein" über die Vorgänge.


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