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Kommentar
zu der Stellungnahme von Prof. Süß im Meißner
Hahnemannzentrum am 13.02.06
Wir greifen ein paar
Punkte der Stellungnahme von Prof. Süß auf: Prof.
Süß: "Gegen diese Arbeit wurden von den o.g.
Wissenschaftlern folgende wesentliche Vorwürfe vorgebracht: -
Falsche Fragestellung: Die Wirkungsweise homöopathischer
Hochpotenzen soll nachgewiesen werden, aber es kann gar keine
Hochpotenzen geben."
Das ist korrekt, diesen
Vorwurf haben wir erhoben. Warum ergreift Prof. Süß nicht
diese Gelegenheit, um unseren Vorwurf zu widerlegen? Wir haben diesen
Vorwurf bereits vor ca. 15 Monaten erhoben. Bis heute ist uns kein
Argument
bekannt geworden, mit dem dieser Vorwurf widerlegt werden
könnte. Prof.
Süß: "Leider waren die Autoren nicht bereit, auf eine
Stellungnahme der Leipziger Wissenschaftler (Nieber u. Süß)
zu antworten bzw. eine Einladung nach Leipzig anzunehmen. Stattdessen
beklagen sie mangelnde Kooperationsbereitschaft und angeblich
verschwundene Originaldaten."
Folgendes ist falsch:
Richtig ist, dass wir
wiederholt vorgebrachte Einladungen nach Leipzig nicht angenommen
haben. Über was hätten wir sprechen sollen? Es gab keinen
Spielraum für einen Kompromiss. Wir wären Gefahr gelaufen,
dass aus einem sachlichen Konflikt ein persönlicher würde.
Das wollten wir auf jeden Fall vermeiden. Prof.
Süß: " Aufgrund des massiven Drucks auf die Universität
Leipzig und Frau Prof. Nieber hat diese Ihren Anteil am Reckeweg-Preis
zurückgegeben."
Es ist eine absurde
Annahme, dass wir in der Lage gewesen wären, Druck auf die
Universität Leipzig auszuüben, wenn unsere Argumente nicht
zwingend gewesen wären. Ist Prof. Süß sich wohl
bewusst, welche Behauptung er hier aufstellt? Er unterstellt den
Amtsträgern seiner Universität, dass sie ohne Grund, nur um
drei Herren im Ruhestand eine Gefallen zu tun, zwei Wissenschaftlern
der Universität Leipzig völlig zu Unrecht eines
wissenschaftlichen Fehlverhaltens beschuldigen Prof.
Süß: "In verschiedenen Gutachten wurde Frau Radau eine
seriöse wissenschaftliche Arbeitsweise bestätigt. Zur
Dissertation gehört ein Anhang, in dem sämtliche Messwerte
und Ausgangsdaten festgehalten, somit nachvollziehbar sind. "
Falsch ist: Prof.
Süß: "Diese Arbeit besteht zu ca. 2/3 aus einem
materialwissenschaftlichen Teil ...." und
..."Zum materialwissenschaftlichen Teil der Arbeit bemerken die
Kritiker, dass sie auf diesem Gebiet nicht kompetent sind und deshalb
keinen Anlass haben, diesen Teil zu beanstanden."
Das ist korrekt. Wir
haben diese Bewertung aufgenommen, um der Fakultät einen Hinweis
für einen Kompromiss anzudeuten, wie man vielleicht aus der
Dissertation eine neue Arbeit mit einer anderen Zielsetzung machen
könnte. In der Tat hat Frau Radau in diesem Teil eine ganze Reihe
sehr interessanter Methoden eingesetzt und auch die Auswertung und
Besprechung in einer Weise durchgeführt, die in krassem Gegensatz
zu der esoterischen Argumentation des zweiten Teils steht. Wie wir
richtig geschrieben haben, sind wir für dieses Gebiet nicht
kompetent und können uns kein Urteil darüber erlauben, ob es
sich hier um Routinemethoden oder um methodisches Neuland handelt. Prof.
Süß: " Frau Radau konnte im pharmakologischen Teil der
Arbeit den Nachweis der Wirksamkeit homöopathischer Hochpotenzen
am in-vitro-Modell reproduzieren."
Das halten wir für
falsch. Wir vermuten, dass diese Daten sich nicht aus den
Originalregistraten herleiten lassen und halten diese Daten für
manipuliert. Wir sehen uns in diesem Verdacht auch dadurch
bestärkt, dass, wie erwähnt, die Originalregsitrate nicht in
die Arbeit aufgenommen wurden. |