Vorschläge

 

 

Wir finden es merkwürdig, dass die Pressemitteilung der Universität Leipzig nicht sofort zu Protesten von Mitgliedern der naturwissenschaftlichen Fakultäten geführt hat. Wir hatten erwartet, dass die Universität nach der Bekanntgabe der erwähnten Pressemitteilung umgehend eine Richtigstellung veröffentlicht. Davon ist uns nichts bekannt geworden.

Es ist offensichtlich, dass der Ruf der Universität Leipzig durch diese Pressemitteilung nachhaltig geschädigt wurde. Wie bereits erwähnt, haben sicher einige Millionen Zuschauer die oben zitierten Fernsehsendungen gesehen. Der Name der Universität Leipzig ist vermutlich für viele Bundesbürger mehr mit dieser pseudowissenschaftlichen Veröffentlichung verbunden, als mit irgend einer anderen an der Universität Leipzig erbrachten wissenschaftlichen Leistung. Es ist sicher unnötig, darauf hinzuweisen, dass auch dem Ansehen der deutschen Wissenschaft insgesamt durch solche Veröffentlichungen Schaden zugefügt wurde. Auch das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Redlichkeit der Wissenschaftler und die Glaubwürdigkeit ihrer Forschungsergebnisse wird durch derartige Arbeiten nachhaltig untergraben.

Die Universität Leipzig sollte
  1. durch einige kompetente und vertrauenswürdige Wissenschaftler der naturwissenschaftlichen Fakultäten unsere Vorwürfe prüfen lassen und im Interesse des Ansehens der deutschen Wissenschaft und der Universität Leipzig, sich für eine rückhaltslose Aufklärung des Falles einsetzen,
  2. baldmöglichst durch eine Pressemitteilung eine Richtigstellung veröffentlichen,
  3. veranlassen, dass der Preis zurückgegeben wird,
  4. darauf dringen, dass die Veröffentlichung der Autoren zurückgezogen wird, bzw. in derselben Zeitschrift eine Richtigstellung abgedruckt wird,
  5. dafür sorgen, dass den zur Zeit an diesem Thema arbeitenden Diplomanden bzw. Doktoranden andere Themen zugewiesen werden und sicherstellen, dass auch zukünftig keine pseudowissenschaftlichen Themen mehr als Abschlussarbeiten vergeben werden,
  6. sicherstellen, dass dieser Unfug nicht in Lehrveranstaltungen verbreitet wird,
  7. sich dafür einsetzen, dass die Wissenschaftsmagazine der Fernsehsender in denen diese Falschmitteilung durch die Autoren verbreitet wurde, Richtigstellungen bringen.
  8. in Lehrveranstaltungen wissenschaftliches Fehlverhalten problematisieren und den wissenschaftlichen Nachwuchs zu wissenschaftlicher Redlichkeit anhalten.
  9. die Autoren der Veröffentlichung veranlassen, die Originalregistrate aller Versuche auf ihrer Hompage für alle Interessierten zugänglich zu machen. Nach der Satzung der Universität Leipzig müssen diese Daten zehn Jahre lang aufbewahrt werden.

Wir sind der Ansicht, dass angesichts der sensationellen Ergebnisse nicht nur die wissenschaftliche Gemeinschaft, sondern auch die Öffentlichkeit ein Recht darauf hat, über die Originaldaten informiert zu werden. Dabei sollten auch solche Versuche eingeschlossen werden, die nicht in den Veröffentlichung angeführt sind, z.B. die fehlenden D- und V-Verdünnungen in den Abbildungen 2 und 4 in der Veröffentlichung. Wenn die Originalregistrate in dem gleichen Format wie in der Veröffentlichung zu Verfügung gestellt werden, dann haben die Kurven mit den Texten auf 10 -15 DIN A4-Seiten Platz. Sie könnten im PDF-Format auf der Webseite zugänglich gemacht werden.

 
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