| Der
Stoffwechselfunktionstest SFT der INDAGO GmbH Früher "Nanopartikelanalyse" |
| Wissenschaftliche
Beurteilung der
"Nanopartikelanalyse" bzw. des "Stoffwechselfunktionstest" der INDAGO
GmbH
PD
Dr. rer. nat.
Klaus Keck Einleitung Im Folgenden wird bewiesen werden, dass es unmöglich ist, die von der INDAGO propagierte Nanopartikelanalyse durchzuführen. Es wird die angebliche Durchführung einer solchen Analyse in den Schritten, wie von der INDAGO mitgeteilt, beschrieben und durch Kritikpunkte 1 bis 4 widerlegt werden. Es soll hier betont werden, dass die Methode nicht erst durch die Summe der Kritikpunkte widerlegt wird, sondern dass jeder einzelne der angeführten Kritikpunkte alleine bereits die Existenz der Methode widerlegt. Es wird gezeigt werden, dass die Methode nicht von "Forschern", sondern offensichtlich von Dilettanten ausgedacht wurde, denen wissenschaftliches Denken fremd ist. Beeindruckend ist die Dreistigkeit, mit der die INDAGO eine auch für den Laien quasi auf den ersten Blick als Schwindel erkennbare Diagnosemethode vermarktet. Anmerkung: Das BMIB (Biomedizinisches Institut Bingen) hat sich in INDAGO GmbH unbenannt. Hier wird ausschließlich der neue Name der Firma verwendet. Diese Darstellung ist wie folgt gegliedert:
Eine Analysenmethode mit einer Leistungsfähigkeit, welche die INDAGO ihrer Nanopartikelanalyse zuschreibt, würde alle anderen Analysenmethoden weltweit in den Schatten stellen. Umso erstaunlicher ist es, dass sich in der wissenschaftlichen Literatur kein Hinweis auf diese Methode findet und auch der als "Leitender Wissenschaftler" bezeichnete Luis Gomez in der seriösen Literatur unbekannt ist. Die Erklärung der INDAGO, was ihre Nanopartikelanalyse eigentlich sei, unterlag mehrfachen Veränderungen, mit denen offensichtlich versucht wurde, meiner Argumentation auszuweichen. Eine Beurteilung ihrer Methode versucht die INDAGO außerdem dadurch zu verhindern, dass sie wesentliche Teile ihrer Methode zu Betriebsgeheimnissen erklärt. Es sei hier darauf hingewiesen, dass es unzulässig ist, Laboranalysen zu erstellen, ohne die Methode, mit der die Ergebnisse erzielt wurden - zumindest auf Anfrage - mitzuteilen, so dass sie in einem zweiten Labor überprüft werden können. Die üblichen Methoden zur Untersuchung von Blutsubstanzen bedienen sich spezifischer Methoden, d.h. es wird ein Verfahren angewendet, das so konzipiert ist, dass nur diese Substanzen erfasst werden, deren Konzentrationen gemessen werden sollen. Die große Menge an anderen Substanzen die im Blut vorhanden und deren Konzentrationen im Blut meist mehrere Zehnerpotenzen höher sind, dürfen bei diesen Analysen nicht stören. Es gibt hochspezifische und hochempfindliche Verfahren, mit denen Substanzen gemessen werden können, deren Konzentrationen nur das 10-9-fache der Konzentrationen der Hauptbestandteile des Blutes betragen. Die Nanopartikelanalyse der INDAGO ist eine unspezifische Methode. Konzentrationen von Substanzen, die in niedrigen Konzentrationen vorhanden sind, können damit aus prinzipiellen Gründen nicht gemessen werden. Auf ihrer Einführungsseite über die Nanopartikelanalyse im Internet schreibt die INDAGO >> "Die
Vollblutuntersuchung "Nanopartikelanalyse" ist ein Laborverfahren und
basiert auf der Identifizierung von
Konzentrationsveränderungen
verschiedener Blutkomponenten mittels standardisierter Techniken." Bereits dieser Satz zeigt, dass die Autoren nicht mit dem Gebrauch der wissenschaftlichen Sprache vertraut sind. Man kann Konzentrationsveränderungen nicht identifizieren, ebensowenig wie jemand sein Gewicht identifiziert, wenn er sich auf die Waage stellt. Auch der Gebrauch des Begriffs "Konzentrationsveränderungen" ist unsinnig, denn Veränderungen kann man nur dadurch messen, indem man die Konzentrationen bestimmter Substanzen zu zwei verschiedenen Zeitpunkten misst. Die INDAGO misst Veränderungen aber angeblich in einer einzigen Probe. Konzentrationsveränderungen spielen in der Laboratoriumsmedizin beispielsweise bei bestimmten Tumormarkern eine Rolle. Hier ist für die Beurteilung eines Krankheitsgeschehens häufig nicht die Konzentration, sondern deren Veränderung innerhalb einer gewissen Zeitspanne die relevante Größe. Vermutlich versteht die INDAGO unter "Veränderung" die Abweichung von einem Durchschnittswert, der bei gesunden Menschen gemessen wurde. Als Ergebnis ihrer Untersuchung erstellt die INDAGO eine graphische Darstellung der angeblich gemessenen Parameter (siehe "Kritikpunkt 4: Die Befunde der INDAGO"). Im "Musterbefund Großes Profil" werden 66 einzelne Funktionen oder Parameter dargestellt. Um diese messen zu können, müsste die INDAGO die Konzentrationen von mindestens 100 verschiedenen Substanzen im Blut messen. Die Tatsache, dass die hier angeführten "getesteten Funktionen" nicht durch Messung von Blutbestanteilen bestimmt werden können, soll hierbei zunächst unbeachtet bleiben. Im Folgenden wird nur auf die aktuelle Erklärung der INADAGO eingegangen und gezeigt, dass es unmöglich ist, diese Analyse durchzuführen. Dieser Beurteilung liegen folgende Dokumente zugrunde:
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