Der Stoffwechselfunktionstest SFT der INDAGO GmbH
Früher "Nanopartikelanalyse"

 



Das Kartell - Spezialisten für Nanopartikelanalyse


Eine Firma, die ein Produkt verkaufen will, braucht eine Vertriebsorganisation, sonst bleibt sie auf ihren Produkten sitzen. Die "Nanopartikelanalyse" lässt sich nicht direkt an Patienten verkaufen - es bedarf eines Vermittlers, dem die Patienten vertrauen. Ärzte oder Angehörige anderer Heilberufe sind die geeigneten Personengruppen. Es wäre sicher am einfachsten gewesen, alle Ärzte anzuschreiben und sie über die Vorteile Nanopartikelananyse zu unterrichten. Das verbietet sich aber, weil dieser Personenkreis den Schwindel  zweifellos durchschaut  hätte.

So war es sicher aus marktstrategischen Überlegungen sinnvoll, eine kleine Gruppe "eingeweihter" Mediziner davon zu überzeugen, dass das "Neue Diagnosekonzept" zum gegenseitigen Vorteil ausgenutzt werden könne.

Alle am Kartell Beteiligten ziehen aus der Zusammenarbeit  finanziellen Nutzen, zum Schaden der auf sie vertrauenden Patienten, die eine privat abzurechnende Gesundheitsleistungen ohne jeden Nutzen erhalten. Besonders verwerflich ist die Tatsache, dass sich der Schwerpunkt der Tätigkeit auf Kinder mit der Krankheit AD(H)S (Zappelphillipkrankheit) konzentriert, für die es noch keine befriedigende Behandlungsmethode gibt. Auf den verschiedenen Webseiten weist die INDAGO/BMIB auf ihre "Therapeutenliste" hin. Diese "Therapeuten" werden auch als AD(H)S-Spezialisten oder Spezialisten für Nanopartikelanalysen bezeichnet. Diese Therapeuten können die ihnen zugeschriebenen Befähigungen nicht haben, weil es diese Analysemethode nicht gibt. Auch kann man davon ausgehen, dass sie ebenfalls keine besondere Vorbildung oder Befähigung auf dem Gebiet der AD(H)S-Therapie besitzen.

Die Ärzte, die der Organisation angehören, erhalten das Resultat der angeblichen Analyse in Form von graphischen Darstellungen bestimmter Körperfunktionen. Abgesehen von der bereits erwähnten Tatsache, dass diese Daten frei vermutlich erfunden sind,  sind sie auch für den Therapeuten nicht interpretierbar. Den Ärzten musste klar sein, dass eine derart simple Zuordnung von Zahlenwerten zu Funktionen von Organen nicht möglich ist.


Die Organisation der Zusammenarbeit

  1. Die INDAGO wirbt für ihre Nanopartikelanalyse, z.B. durch Einschleusung der Werbung in das Wissenschaftsmagazin "nano", und leitet interessierte Patienten zu  einem der etwa 100 Ärzte der  "Therapeutenliste" weiter.

    Anmerkung: am Tage, als meine Webseite zu diesem Thema veröffentlicht wurde, verschwand diese Liste von der Webseite des BMIB. Die Therapeuten werden nun nur noch auf telefonische Anfrage vermittelt. .

  2. Die "Therapeuten"  schicken eine Blutprobe des Patienten zusammen mit einem Fragebogen, auf dem Vordiagnosen etc. verzeichnet wurden, an die INDAGO/BMIB. Die Kosten werden privat abgerechnet (Bespielrechnung über € 85.-)

  3. Die INDAGO schickt dem Therapeuten den angeblichen Befundbericht. Kosten der Nanopartieklanalyse ca. € 200.- Preisliste der INDAGO)

  4.  Bei einem erneuten Besuch beim Therapeuten empfiehlt dieser eine weitere Abklärungen, z.B. einen IgG-Test, der Firma Evomed, um eine Nahungsmittelallergie abzuklären. Der Ärzteverband Deutsche Allergologen warnt vor dieser "Patientenabzocke".   Kosten dieses nutzlosen Tests:    ca. € 400.-

  5. Der Patient, der jetzt noch nicht aufgibt, kann sich nun an die Empfehlungen halten und eine Reihe von Nahrungsmitteln von einem Speisezettel streichen und weitere, ebenfalls überflüssige, von dem "Therapeuten" vorgeschlagen Behandlungen, wie Darmsanierung etc. über sich ergehen lassen.


Die Kosten summieren sich damit etwa auf etwa € 600 bis 800, für eine privat zu bezahlende Diagnose ohne jeden Nutzen.