Der Stoffwechselfunktionstest SFT der INDAGO GmbH
Früher "Nanopartikelanalyse"

 


Wissenschaftliche Beurteilung der "Nanopartikelanalyse" der INDAGO GmbH

PD Dr. rer. nat. Klaus Keck


"Nanopartikelanalyse" nennt die INDAGO GmbH (früher BMIB) ihre Diagnosementode, die sie seit Anfang 2006 vermarktet. Mit ihr, so behauptet die INDAGO, könnten nicht nur die Funktionen von Organen des Körpers "getestet", sondern auch Krankheiten schon vor dem Ausbrechen erkannt werden. Mit Wissenschaft hat diese angebliche Methode nichts zu tun. Jeder, der mit durchschnittlichem naturwissenschaftlichem Schulwissen und gesundem Menschenverstand ausgestattet ist, sollte in der Lage sein, diese Methode als das zu entlarven was sie ist - Schwindel. Die "Nanopartikelanalyse" heißt jetzt "Stoffwechselfunktionstest".  Ich benutze weiterhin die alte Bezeichnung

Einleitung >>

Verkürzte, allgemeinverständliche Darstellung meiner Kritik  >>

Kritikpunkt 1: Die Präparationstechnik, das "Thermische Cracking" >>

Im ersten Schritt der Präparation der Blutprobe werden durch "Thermisches Cracking" alle Substanzen in die chemischen Elemente umgewandelt. Das ist mit vertretbarem Aufwand nicht möglich. Selbst, wenn es möglich wäre, würden bei diesem Schritt alle biologisch relevanten Moleküle zerstört werden.


Kritikpunkt 2: Messung der Nanopartikel in der "Forschungsphase" >>


Selbst wenn man unberücksichtigt lässt, dass bereits bei der Präparation alle biologisch relevanten Moleküle zerstört wurden und annimmt, es sei gelungen, durch einen Zaubertrick Nanopartikel zu erhalten, welche die Ursprungssubstanzen "repräsentierten",  könnten mit Hilfe der REM/EDX-Technik keine Blutsubstanzen identifiziert werden.


Kritikpunkt 3: Messung der Nanopartikel in der "Befundphase" >>


Selbst wenn man alle vorhergehenden Einwände ignoriert und annimmt, es sei in der "Forschungsphase" gelungen, Nanopartikel aller biologischen Substanzen eindeutigen Formen zuzuordnen, wäre es unmöglich, mit der Lichtmikroskopie diese Formen zu erkennen und die Konzentrationen der Blutsubstanzen zu messen..


Kritikpunkt 4: Die "Befunde" der INDAGO GmbH >>

Als Ergebnis ihrer "Nanopartikelanalysen" erhalten die Therapeuten und Patienten "Befunde". Diese enthalten nicht, wie in der Werbung angeführt, gemessene Daten über  "Konzentrationsveränderungen" verschiedener Blutkomponenten, sondern  graphische Darstellungen von Werten, welche die Funktionen von Organen wiedergeben sollen. Es gibt keine Blutkomponenten, deren Messung zu einer solchen Aussage berechtigt. Ärzte, die solche angeblichen Befunde als Grundlage einer Therapie benutzen, handeln unethisch. Auch ohne Kenntnis darüber, wie die angebliche Nanopartikelanalyse durchgeführt werden soll, beweisen die Befunde, dass es sich hier um Scharlatanerie handelt.