Umwandlung von radioaktivem Abfall in inaktiven Hausmüll mit dem Orgonakkumalor und

Urzeugung unter dem Mikroskop

 

Originaltext Meyl aus "Freie Energie und Wechselwirkung der Neutrinos": http://www.k-meyl.de/de/Aufsatze/Archiv/Freie_Energie/freie_energie.html

 

Transmutation

Denken Sie doch nur an die offene Frage zur Entsorgung abgebrannter Brennstäbe aus Atomkraftwerken, die anstelle einer Wiederaufarbeitung eingesargt und eingelagert werden sollen. Aber wie verträgt sich das mit dem Durchdringungsvermögen longitudinaler Wellen und der mangelnden Abschirmbarkeit?

Während das internationale Forscherteam in seinem Minenlabor unter der Erde viel Geld und kostbare Zeit verbraucht, beschimpfen sich über der Erde die Politiker und schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu statt nach echten Lösungen zu suchen.

Wenn nämlich nach der Aussage von Tesla die Neutrinostrahlung die Radioaktivität überhaupt erst bewirkt, dann ließe sich doch durch eine erhöhte Strahlungsdichte die Halbwertszeit herabsetzen und die Radioaktivität vermindern. Man sollte die Brennstäbe mit Neutrinos so lange duschen, bis nur noch die natürliche Strahlung übrig bleibt. Wir bräuchten dann keinen Castor mehr. Aus dem hochgefährlichen Müll wäre normaler Hausmüll geworden, der ggf. sogar recycled werden könnte.

Realisiert werden könnte eine solche Neutrinodusche durch die Bündelung der natürlichen Strahlung, wie schon von dem Arzt Dr. Wilhelm Reich mit seinem Orgonakkumulator gezeigt worden war, oder mit einem künstlichen Neutrinostrahler, wie dem "Magnifying Transmitter" von Nikola Tesla.

 

 

Auf Tafel 1 habe ich die Meyl'schen Behauptungen und Schlußfolgerungen zusammengefaßt

 

Tafel 1. Meyl'sches Spekulations-Schema "Orgon"

Kommentar zu Tafel 1

  1. Tesla hat über diese Strahlung in keiner zitierfähigen Originalarbeit berichtet. Er hat keine Experimente geschildert mit denen er diese Strahlung erzeugt hat und hat entsprechend auch deren Eigenschaften nicht beschrieben. Heute, ca. 100 Jahre nachdem Tesla diese Vermutung geäußert hat, ist sicher, daß es eine solche Strahlung nicht gibt.
  2. Diese Behauptung ist falsch und unlogisch: Meyl vergleicht eine Eigenschaft, die Tesla erwähnt haben soll, nämlich das hohe Durchdringungsvermögen mit dem ebenfalls hohen Durchdringungsvermögen der Neutrinostrahlung und schließt daraus auf deren Identität. Dieser Schluß ist unzulässig, da die anderen bekannten Eigenschaften der Neutrinos nicht mit dieser Annahmen vereinbar sind. Also: auch wenn es eine solche Strahlung gäbe, könnte sie nicht mit der Neutrinostrahlung identisch sein.
  3. Meyls Schluß 1 muß folglich auch falsch sein.
  4. Meyls Schluß 2 muß folglich auch falsch sein.
  5. Reichs Behauptung 1 ist falsch. Es gibt kein Orgon. Es gibt auch keine Urzeugung. Siehe Text weiter unten.
  6. Meyls Behauptung 2 ist folglich auch falsch. Aber: Selbst, wenn es die Tesla'sche Strahlung gäbe und selbst, wenn sie mit den Neutrinos identisch wäre, gäbe es keinen Grund, warum sie mit Orgon identisch sein sollte, selbst, wenn dieses existieren würde.
  7. Da es kein Orgon gibt, kann man es auch nicht konzentrieren.
  8. Meyls Schluß 3 ist natürlich auch falsch.

Mit einem einfachen Experiment kann man in 10 Minuten überprüfen, ob radioaktiver Abfall mit einem Orgonakkumulator entsorgt werden kann. Dazu muß man eine radioaktive Probe, z.B. eine alte Armbanduhr mit Leuchtzifferblatt, beispielsweise aus dem Furtwanger Uhrenmuseum, an einem Geigerzähler befestigen (z.B. mit Tesafilm ankleben) und das Zählrohr in den, in Meyls Labor vorhandenen, Orgonakkumulator einführen. Die gemessene Zerfallsrate müßte sofort drastisch ansteigen. Ich habe diesen Versuch bei meinem Besuch in Furtwangen am 17.04.02 einem Mitarbeiter Meyls, Herrn Andresen vorgeschlagen.

Orgonakkumulator aus K. Meyl "Elektromagnetische Umweltverträglichkeit" Teil 1: Umdruck zur Vorlesung.

Es ist offensichtlich, daß diese Art der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung nicht mit der geforderten wissenschaftlichen Redlichkeit vereinbar ist. Die Behauptungen und Folgerungen Meyls sind so einfältig, daß man ausschließen kann, daß Meyl als Professor einer Hochschule sie wirklich ernst nimmt. Würde er eine Entsorgung von radioaktiven Abfällen mit einer solchen Holzkiste tatsächlich für möglich halten, so hätte er diese Anwendung des Orgonakkumulators sicher schon zum Patent angemeldet. Er hätte damit Milliarden verdienen können.

 

Urzeugung nach Reich
Aus K Meyl "Elektromagnetische Umweltverträglichkeit" Teil 2: Umdruck zum energietechnischen Seminar, Seite 75 (siehe auch Anlagen, Beispiele-1):


In der Chronologie trat der Arzt und Psychologe Wilhelm Reich in die Fußstapfen Reichenbachs. Er änderte lediglich den Namen für Od um und sprach von Orgon. Seine Spezialität war das Akkumulieren von Orgonstrahlung, ich würde sagen, das Bündeln von Neutrinostrahlung. Tatsächlich sind die Eigenschaften wie z. B. die fehlende Abschirmbarkeit von Od, von Orgon und von den Neutrinos identisch, so daß wir davon ausgehen können, daß es sich auch physikalisch um das Gleiche handelt.
Von Wilhelm Reich war bereits die Rede Teil 1, Kap. 9.2). Er konnte zeigen, daß sich ohne Energiezufuhr von außen in einem geschlossenen Kasten, aufgebaut als Orgonakkumulator, die meßbare Temperatur auf rätselhafte Weise erhöht. Er konnte sogar beweisen, daß es sich bei dieser Energie tatsächlich um die gesuchte Lebensenergie handelt, indem er die Schöpfung von Leben im Labor unter dem Mikroskop beobachtete. Dazu kochte er Muskelfasern, Gemüse oder andere Zellen solange, bis die Zellstruktur restlos zerstört war. Doch aus den Zersetzungsprodukten bildeten sich ganz von alleine neue Lebewesen, wie Pantoffeltierchen oder Algen<i>.
Reich verfolgte an seinem Mikroskop tatsächlich den Übergang von unbelebter zu lebender Materie. Was uns hier interessiert, ist zunächst nur der energietechnische Aspekt dieser Wandlung. Mit dem gleichsam auftretenden informationstechnischen Aspekt werden wir uns später noch beschäftigen.

<i>: H.-P. Thietz: Tatort Erde, VAF' (19961. ISBN 3-922367-62-3, 5.39

Meyl will seine Leser davon überzeugen, Reich hätte tatsächlich unter seinem Mikroskop den Übergang von unbelebter zu lebender Materie beobachtet, also das was man unter Urzeugung versteht. Heute lernt wohl jeder in der Schule, nicht nur im Gymnasium, daß es keine Urzeugung gibt. Weiß Meyl das nicht? Als Professor einer Hochschule hätte er sich da doch etwas besser kundig machen sollen.

Mit dem zitierten Reich hat Meyl mindestens eines gemeinsam, sie schreiben über Wissensgebiete von denen sie nichts verstehen. Es ist offensichtlich, daß Reich die Versuche dilettantisch durchgeführt hat. Es mag ja sein, daß Reich lebende Organismen unter dem Mikroskop beobachtet hat, sicher ist aber, daß diese nicht unter dem Mikroskop entstanden sind, sondern schon vorher in dem Material vorhanden waren. Durch bloßes Kochen kann man eine Materialprobe nicht keimfrei machen. Das zu wissen gehört heute zur Allgemeinbildung. Hätte Reich seine Proben lege artis untersucht, also nach dem Stand der Wissenschaft und Technik, dann hätte er sie z.B. im Autoklaven 20 Minuten bei 1230C erhitzen müssen, um sicher zu sein, daß sie nach den üblichen Kriterien steril ist.

Die Vermutung, hier seien einem Professor mal eben ein paar Fehler unterlaufen, kann nicht akzeptiert werden. Die Meyl'schen Folgerungen stützen meine Vermutung, daß Meyl sich natürlich bewußt ist, daß diese Folgerungen Unfug sind und er diese Texte in der Absicht geschrieben hat, um sich ein neues Marktsegment für Vorträge, Bücher und Seminare zu erschließen: Wer an Reich glaubt, wird auch an Meyl glauben und froh sein, daß für das ominöse Orgon endlich eine "wissenschaftliche" Erklärung angeboten wird.

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