Schußbemerkung



Ich höre manchmal Äußerungen wie diese: "Meyl trägt doch nur in esoterischen Zirkeln vor. Die spinnen sowieso. Da kann Meyl auch keinen Schaden anrichten." Dabei wird angenomen, daß diese, pauschaliert als "Esoteriker" bezeichneten Gruppen, eine verschwindend kleine Minderheit der Gesamtbevölkerung darstellen. Das ist eine grobe Fehleinschätzung.

Edgar Piel berichtete in seinem Vortrag "Was glauben die Deutschen" über Untersuchungen des Institutes für Demoskopie in Allensbach:


Immerhin 50 Prozent der Männer sagen, daß sie aus dem Bereich der Esoterik nichts ernst nehmen, von den Frauen sagen das nur 29 Prozent. Insgesamt - also Männer plus Frauen - gibt es in der Bevölkerung nur eine Minderheit von 39 Prozent, die man als ausgesprochene Esoterikverweigerer bezeichnen könnte.


Dies zeigt, daß mehr als die Hälfte der Bevölkerung für esoterisches Gedankengut in der einen oder anderen Form aufgeschlossen ist. Man sollte vermuten, daß irrationales Denken in unserer angeblich aufgeklärten Gesellschaft kontinuierlich abnimmt. Aber das Gegenteil ist der Fall. Wie in dem oben zitiertem Beitrag gezeigt wird:


Wie sehr der Aberglaube auf dem Vormarsch ist, zeigen die Trendentwicklungen der Langzeitstudie, die das Allensbacher Institut seit 1973 in Westdeutschland durchgeführt hat. Damals sagten erst 26 Prozent der Westdeutschen, daß sie daran glauben, daß vierblättrige Kleeblätter bedeutungsvoll sind, inzwischen sagen das 42 Prozent. Von der Vorbedeutung von Sternschnuppen waren damals 22 Prozent und sind jetzt 41 Prozent überzeugt. Daß ein Hufeisen Positives für die Zukunft bewirkt, glaubten 1973 13 Prozent der Westdeutschen, heute 21 Prozent.