Das Wasserauto

Die Sorge um die schrumpfenden Energiereserven und die wachsende Luftverschmutzung treibt auch Meyl um. Deshalb reist er durch die Lande (und nicht nur in Deutschland) und probagiert das Wasserauto. Wasser statt Benzin. Das ist nicht nur billiger, sondern auch umweltfreundlicher, denn als Abgas entsteht wieder Wasser - was den sonst? Originell ist das gerade nicht! Mit dem Stichwort "Wasserauto" findet man bei Google 801 und mit "Water Car" 2870 Treffer (am 23.12.02). Alle Wasserautos "funktionieren" nach dem gleichen Prinzip: Wasser wird durch Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt und ein ganz normaler Benzinmotor wird damit betrieben. Das einzige Problem besteht darin, "Raumenergie", bei Meyl sind es natürlich Neutrinos, dazu zu überreden, an der Reaktion zu partizipieren so, daß am Ende ein Energiegewinn herauskommt. Overunity! Es ist sicher nur der ihm eigenen Bescheidenheit zuzuschreiben, daß Meyl den Begriff Wasserauto bei seinen Vortragsankündigungen hinter harmlos erscheinenden Titeln wie "Wasserstofftechnologie", "Energetisierung des Wassers", "Neutrinolyse" oder "Optimierung der Elektrolyse" versteckt.

Vielleicht sind es auch nur Befürchtungen, daß finstere Mächte, die ihre Geschäfte durch seine neue Technologie in Gefahr sehen, ihm das gleiche Schicksal bereiten könnten, wie Stanley Meyer, wenn er zu deutlich in Erscheinung tritt.

Vermutlich sind ganze Scharen von Bastlern damit beschäftigt, endlich auch in Deutschland ein Wasserauto zu konstruieren - Meyl macht da keine Ausnahme. Er hat sogar die Nase vorn, denn er konnte den Konstruktionsauftrag als Diplomarbeit an der Fachhochschule Furtwangen vergeben und die Einrichtungen der Steinbeis-Stiftung für die Experimente nutzen (siehe auch "Die merkwürdige Rolle der FH Furtwangen, Esoterische Diplomarbeiten").

Zum besseren Verständnis des Lesers hier ein Ausschnitt aus dem Buch "Neutrinopower" von v. Buttlar (J.v.B) und Meyl (K.M.) S.258, unter dem Titel: Neutrinolyse und Ufo-Antriebe


K.M.: Wasser übt mit seiner hohen Dielektrizität eine starke Affinität auf Potentialwirbel aus. Wegen des Dipolcharakters der Wassermoleküle kommt es sehr leicht zu Neutrinoresonanzen. Die frei beweglichen Moleküle passen Drehrichtung und -geschwindigkeit sehr rasch an die Schwingung der Neutrinos an und nehmen an der resonanten Wechselwirkung teil.

J.v.B.: Wirkt Wasser wie ein Katalysator?

K.M.: Ja, man kann das so sehen. Es kommt zu einer Anziehungskraft, die für das Molekül fatal enden kann. Ist das Neutrino zu einem Zeitpunkt gerade negativ geladen, vermag es das Wassermolekül von den beiden Wasserstoffatomen her zu spalten.

J.v.B.: Es entsteht demnach Sauerstoff und Wasserstoff, wie bei der Elektrolyse.

K.M.: Nur wird kein elektrischer Strom verbraucht. Statt dessen verrichten Neutrinos die Arbeit. Zum besseren Verständnis haben wir uns in meinem Labor angewöhnt, von Neutrinolyse zu sprechen. Neutrinolyse findet bei der Photosynthese genauso statt wie in einem See. Sie sorgt für den Sauerstoff, ohne den kein Fisch in der Tiefsee oder in einem stehenden Gewässer überleben könnte.

J.v.B.: Die Natur ist uns schon wieder um Nasenlängen voraus. Wie ist der Stand bei der technischen Umsetzung? Die Wasserstofftechnologie ist bereits sehr weit entwickelt, Brennstoffzellen warten nur darauf, sauber und preiswert hergestellten Wasserstoff zu bekommen. Der sollte aber nicht aus der Elektrolyse stammen, bei der riesige Strommengen notwendig sind, die zumeist aus Atomkraftwerken stammen. Wie gesagt, die Industrie wartet sehnlichst auf eine Alternative zur Wasserstoffgewinnung.

K.M.: In meinen Augen ist die Neutrinolyse eine perfekte Problemlösung. Genutzt wird Neutrinopower, und das ist eine absolut saubere Energie. In Amerika lebte ein erfolgreicher Erfinder von Geräten, die mit Wasser als Spritersatz auskommen.


Stanley Meyer baut dazu eine mit Wasser gefüllte Kugel, die in ihrem Zentrum eine Plus-Elektrode besitzt. Der Feldlinienverlauf ist betont unipolar, wie bei einem elektrisch geladenen Teilchen. Durch einen gepulsten Betrieb werden Neutrinos angesaugt und das Wasser in dem Gefäß der konzentrierten Strahlung ausgesetzt.
Jetzt läßst sich beobachten, wie das kalte Wasser Blasen wirft, so als würde es kochen. Es sind besonders die relativ großen Sauerstoffatome, die für die Blasenbildung verantwortlich sind. Die Wasserstoffatome entweichen weitgehend unbemerkt. Wird aber das Gasgemisch entzündet, entsteht eine Hochtemperaturflamme, wie bei einem Schneidbrenner. Der Erfinder ist noch einen Schritt weiter gegangen.

Stan Meyer hat den Vergaser an einem alten 1500er VW-Motor abmontiert und durch seine Wasser-Brennstoffzelle ersetzt. Den Tank füllt er mit Wasser, es darf auch Meerwasser sein. Der Wasserverbrauch seines Buggy liegt bei 2,8 Liter auf 100 Kilometer und dabei entsteht als Verbrennungsprodukt wiederum überwiegend heißer Wasserdampf. Das Abgas ist sauber auch ohne Katalysator.

J.v.B.: Das ist ja ein echtes Drei-Liter-Auto, wie die Politik es fordert!

K.M.: Der Grund ist, dass der Brennwert von Knallgas höher ist als der von Benzin. Der Wirkungsgrad liegt nach Angaben des Erfinders bei zehntausend Prozent.

J.v.B.: Die Wassertechnik erscheint mir ausgesprochen gut geeignet, um Neutrinopower zu nutzen. Mit dieser Resonanzzelle sind wir der Lösung unserer Energieprobleme vielleicht schon näher als wir ahnen.

K.M.: Amerikanische Firmen, mit denen Stanley Meyer Verträge abgeschlossen hatte, sollten die ,,Water-Fuel-Cell-Technologie" zur Serienreife bringen. Auch die Finanzierung schien gesichert. Doch dann kam per Internet die Nachricht, er habe am 21.3.1998 in einem Restaurant in Grove-City zu Abend gegessen, sei plötzlich vom Tisch aufgesprungen und habe ausgerufen, er sei vergiftet worden. Er war auf der Stelle tot.

 

Um eventuellen Mißverständnissen vorzubeugen, möchte ich an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, daß K.M. Professor für das Fach Leistungselektronik an der Fachhochschule Furtwangen ist. Meyl hat diesen "Bericht" über das Wasserauto erst kürzlich, am 07.12.02, an der Universität Stuttgart vorgetragen, im Rahmen einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Energetische und Informationsmedizin unter dem Titel: Neutrinolyse: Physikalische Grundlagen zur Energetisierung des Wassers.

Ein Tagungsteilnehmer fragte, ob nicht die Energie für die Elektrolyse der Batterie entnommen werde. Meyls Antwort: Nein, die Batterie werde ja aus der Motorleistung wieder nachgeladen, und das im Dauerbetrieb. Es handle sich ganz klar um Neutrinolyse.

Ein zweiter skeptischer Teilnehmer meinte, das müsse man ja dann wohl glauben. Meyls Erwiderung: Nein, da gebe es nichts zu glauben. Er sei zwar nicht selbst dabeigewesen, aber er habe mit Leuten gesprochen, die dabei waren. Nachfrage: "Also Sie sagen, Stanley Meyer ist wirklich mit diesem Auto gefahren?" Meyl: "Ja, er ist damit gefahren".

Ich erspare mir jeden Kommentar zum Wasserauto und vertraue darauf, daß der Leser in der Lage ist, sich ein eigenes Urteil zu bilden.

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