Pseudowissenschaften in Wissenschaftsmagazinen des Deutschen Fernsehens

 


Stellungnahme der 3sat-Redaktion zu meiner Webseite

Der folgende Text wurde mir von einer Nanopartikelanalyse-Interessentin per E-Mail zugesandt (Name im Text entfernt). Sie erhielt diesen Text auf Anfrage von der nano-Redaktion.

Als Absender zeichnete Janka Arens aus dem
"Operativen Management" des 3sat-Zukunftsmagazins "nano".


http://www.3sat.de/nano/redaktion/41403/index.html

Der Text weist Frau Arens als Naturwissenschaftlerin aus, die
Humangenetik, Immunologie, Biochemie und Neurobiologie studiert hat.


Nanopartikelanalyse -Stellungnahme zu den Vorwürfen von Dr. Keck


Sehr geehrte Frau XXXXX,

vielen Dank für Ihre Zuschrift zu unserer Sendung "Nano" vom 22.02.2006. Sie weisen uns
auf die Kritik des Herrn Dr. Klaus Keck hin, der uns auf seiner Internetseite
www.xy44.de/tv/nano vorwirft, einen schlecht recherchierten Beitrag über eine unseriöse
Firma gesendet zu haben. Das gezeigte Analyseverfahren sei pseudowissenschaftlich und
wertlos. Bitte erlauben Sie, dass wir hierzu wie folgt Stellung nehmen.

Herr Dr. Klaus Keck, ein ohne Professorentitel in den Ruhestand gegangener Privatdozent
der Universität Konstanz, ist Chemiker und ein einschlägig bekannter Gegner von
alternativen Behandlungsmethoden in der Medizin. Seine Polemik gegen Protagonisten, die
abseits der ausgetretenen Pfade forschen, lässt die Grenzen des Anstandes weit hinter sich
und kann durchaus als militant bezeichnet werden. Herr Dr. Keck versteht sich als
Wissenschaftler, doch verhält er sich eher wie ein Großinquisitor, der verkennt, dass die
Wissenschaft gerade von den Querdenkern voran getrieben wird, die sich nicht daran
orientieren, was gerade anerkannter Stand der Forschung ist. Legt man die
wissenschaftlichen Maßstäbe von Herrn Dr. Keck an, würden wir wahrscheinlich heute
immer noch glauben, dass die Erde eine flache Scheibe ist und im Mittelpunkt des
Universums steht.
HYPERLINK
In unserer Sendung haben wir die Geschichte eines Forschers erzählt, der die Vision einer
neuen Blutanalyse hat und in einem noch kleinen, von ihm gegründeten Institut an deren
Entwicklung forscht.

Es gibt keinen Grund, warum Forschung unseriös ist, nur weil sie von einem privaten Institut
und einer kleinen Arbeitsgruppe durchgeführt wird. Forschung ist heute nicht mehr nur
ausschließlich Sache der Universitäten. Das ist ein veraltetes Modell. Ganz im Gegenteil, der
mit Abstand größte Teil der Forschung wird heute in der Industrie und unter Ausschluss der
Öffentlichkeit geleistet. Auch machen Veröffentlichungen in wissenschaftlichen Zeitschriften,
wie sie nun einmal im universitären Forschungsbereich üblich sind, alleine noch keinen
guten Wissenschaftler aus, auch wenn das Herr Dr. Keck zu glauben scheint,
Private Institute wie das BMIB müssen sich mit betriebswirtschaftliche Überlegungen
auseinandersetzen. Dazu gehört, dass bestimmte Entwicklungen solange geheim gehalten
werden, bis sich die Kosten für die Forschung refinanziert haben. Eine Veröffentlichung
würde die Offenlegung der einzelnen Schritte der Methode bedeuten und folgt daher erst im
zweiten Schritt.

Herr Dr. Keck wirft uns denn auch vor, dass die Methode in Fachkreisen unbekannt ist. Das
allerdings liegt in der Natur der Sache, wenn sie noch so neu ist, wie die von uns vorgestellte
Nanopartikelanalyse des Biomedizinischen Instituts Bingen. Das genau ist auch der Grund,
warum wir uns entschlossen haben, darüber zu berichten. Unsere Sendung heißt "Nano -
das Zukunftsmagazin". Hierin wollen wir Entwicklungen betrachten, die noch unbekannt sind
und auch solche, die jenseits der ausgetretenen Pfade der Wissenschaft laufen. Würde man
diese von vornherein verteufeln, würde es dazu führen, dass die Wissenschaft an vielen
Stellen zum Erliegen kommt. Über den allseits anerkannten und bekannten Stand der
Technik brauchen wir nicht mehr zu berichten.

In unserem Team arbeiten ausgebildete Naturwissenschaftler, die sich im Vorfeld eines
Filmbeitrages mit der Thematik auseinander setzen und auch in der Lage sind, solche
Methoden entsprechend nachzuvollziehen. Die Autorin des Films, deren Namen Herr Keck
verunstaltet hat, ist z.B. diplomierte Biologin. Ziel der Sendung "Nano" ist es, eine neue
Methode darzustellen und dem Zuschauer Einblicke in Teilbereiche der Wissenschaft zu
geben. Das bedeutet nicht, dass wir ein Analyseverfahren, wie in diesem Beitrag gezeigt,
methodisch bis ins Detail beschrieben, wie Herr Dr. Keck das fordert. Wir machen keine
Sendung für Wissenschaftler. Unsere Zielgruppe sind Zuschauer, die in der Regel diese
wissenschaftlichen Kenntnisse nicht haben. Wir versuchen, die Zusammenhänge so
aufzuarbeiten, dass trotzdem jeder das Grundprinzip des Analyseverfahrens verstehen kann.

Die Behauptung von Herr Dr. Keck, die gezeigten Kristalle haben mit Nanopartikeln nichts zu
tun und die "eindrucksvollen Bilder wurden mit Lösungen ganz normaler, in jedem Labor
vorhandener Salze erzeugt" ist nicht nur falsch, sondern zeugt von überheblicher Ignoranz
des Kritikers. Die Nanopartikel haben ihren Namen, weil sich ihre Größe im Nanobereich
bewegt. Das ist unabhängig davon, ob es sich hierbei um kristallartige Strukturen handelt.
Nano ist eine Vorsilbe für Maßeinheiten. Ein Nanometer entspricht dem Milliardstel eines
Meters. Letzteres wurde auch im Beitrag gesagt. Diese Strukturen lassen sich eindeutig in
einem Elektronenmikroskop sehen. Im Übrigen muss man kein solches besitzen, um damit
zu arbeiten. Es ist üblich, dass sich Institute teure Messgeräte teilen, um sie auszulasten. So
auch im Fall des Bingener Instituts.

Herr Dr. Keck behauptet weiter, dass das Analyseverfahren für den Patienten gefährlich oder
gar tödlich ist. Tatsache ist, dass mittlerweile eine Reihe von Ärzten und mehrere
Universitäten mit der Nanopartikelanalyse des BMIB arbeiten. Der Patient kann diese
Analyse nur über einen Arzt machen lassen. Zudem ersetzt die Nanopartikelanalyse des
BMIB keines der heute üblichen Analyse- und Diagnoseverfahren, sondern ist eine weitere
Methode zum Aufspüren von Krankheiten. Das ist für einen Patienten wohl kaum gefährlich.
Oder kann man etwa an der zur Analyse notwendigen Blutabnahme sterben?Allerdings gibt
es tatsächlich Krankheiten, die in Extremfällen tödlich sein können - mit welchen Analyse-
und Diagnoseverfahren sie zuvor auch entdeckt wurden.

Im Übrigen erhält das BMIB zur weiteren Forschung mittlerweile umfangreiche öffentliche
Fördermittel. Dies geschieht nur nach eingehender Prüfung und Begutachtung des Institutes,
der beteiligten Personen und der Methode, an der sie arbeiten.

Herr Dr. Keck stört sich auch daran, dass Luis Gomez im Film zweimal vor einem "normalen
Lichtmikroskop" sitzend gezeigt wird, mit dem die Nanopartikel nicht zu sehen seien, über
die wir an dieser Stelle sprechen würden. Herr Gomez arbeitet in diesen Bilder an einem
hochauflösenden Dunkelfeldmikroskop. Der Text hierzu ist allerdings nicht der, den Herr Dr.
Keck zitiert. Hier wird zum einen allgemein gesagt, dass die Forscher mit ihrer Methode
Abweichungen von einem gesunden Stoffwechsel messen können. Gegen Ende des Film
heißt der Text zu dieser Einstellung richtig: "Solche Erfolge treiben Luis Gomez an. Seine
Vision ist es, Krankheiten schon zu erkennen, bevor sie ausbrechen". Diese Vision darf jeder
Forscher haben und verfolgen - und wir dürfen über sie berichten. Wie erfolgreich seine
Arbeit und das neue Analyseverfahren sein wird, wird sich in Zukunft zeigen. Wir werden die
weitere Entwicklung verfolgen.


Anmerkungen zu diesem Text:

Der Text spricht für sich selbst. Argumentation wird durch Polemik und persönliche Diffamierung ersetzt. Eine Fernsehanstalt sollte sich so etwas nicht leisten. Ich will den Text  nicht im Detail kommentieren. Alle Argumente, die ich angeführt habe, gelten nach wie vor. Nur einige Anmerkungen scheinen mir erforderlich zu sein:
  1. Es wurde nicht einmal der Versuch unternommen meine Argumentation zu widerlegen. So erfahren wir auch hier nicht, wie es möglich sein soll "alle Substanzen des Blutes in Nanopartikel umzuwandeln". Es wird auf Geheimhaltung verwiesen.  Auch hat Frau Arens nicht die Gelegenheit genutzt, um endlich den angeblichen Formenreichtum dieser Partikel zu belegen und darzulegen, wie man aus der Form dieser mysteriösen Partikel auf den Stoffwechsel des Organismus schließen kann.

  2. Frau Arens, die doch den Eindruck erweckt, sie sei mit der Methode vertraut, hat leider auch versäumt, dem Leser mitzuteilen, welche Schlüsse aus den Befunden gezogen werden können. Die Angaben für die verschiedenen "Funktionen" bleiben weiterhin im Dunkeln.

  3. Da Frau Arens in ihrer Agenda Immunologie als eines ihrer Studienfächer angibt, will ich hier die Darstellung des Immunsystems in den BMIB-Befunden als Beispiel herausgreifen. Hier sind die beiden "getesteten Funktionen", humorales Immunsysten und zelluläres Immunsystem graphisch dargestellt. Die Bezeichnungen sind falsch bzw. veraltet, auch das humorale Immunsystem besteht aus Immunzellen. Man unterscheidet nur zwischen einer humoralen Immunantwort und einer Immunantwort, die durch Immunzellen direkt bewirkt wird (Cell mediated immunity). Selbst, wenn das BMIB in der Lage wäre, "sämtliche Substanzen des Blutes" in Nanopartikel umzuwandeln, welche Substanzen könnten denn dann für eine Beurteilung des Funktionszustandes der beiden Immunantworten getestet werden? Welche Aussagekraft haben die Balken? Bedeutet eine hoher Wert bei der humoralen Funktion eine hohe Abwehrbereitschaft gegenüber Infektionen z.B. durch bereits vorhandene Antikörper oder eine besondere Empfindlichkeit gegenüber Allergenen, z.B. Blütenpollen? Ich fordere Frau Arens auf, zu diesen Fragen Stellung zu nehmen.

  4. Arens: " In unserem Team arbeiten ausgebildete Naturwissenschaftler, die sich im Vorfeld eines
    Filmbeitrages mit der Thematik auseinander setzen und auch in der Lage sind, solche
    Methoden entsprechend nachzuvollziehen."
    Das kann doch wohl nur bedeuten, dass diese ausgebildeten Naturwissenschaftler der nano-Redation in der Lage sind, zu verstehen, wie alle Substanzen des Blutes in Nanopatikel umgewandelt werden und man diese vielen Substanzen durch die REM/EDX-Untersuchung qualitativ und quantitativ untersuchen kann.  Alle Achtung! Es ist sicher keine Zumutung, wenn ich die Nano-Redaktion bitte, mich an ihrem Wissen teilhaben zu lassen und mir als ganz normalem Naturwissenschaftler zu erklären wie man so etwas macht.  Ich erwarte nicht, dass mir Betriebsgeheimnisse offenbart werden, deshalb bin ich schon zufrieden, wenn man mir in einer wissenschaftlich korrekten Weise erklärt, wie nur einige  Stoffwechselprodukte z.B. Glukose, Cholesterin, Brenztraubensäure oder Milchsäure in diese Partikel umgewandelt, und von den entsprechenden Partikeln aus anderen Substanzen unterschieden werden können. Ferner bitte ich um  einen Hinweis, durch welchen Trick, nicht nur die Menge dieser Substanzen gemessen, sondern auch  festgestellt werden kann aus welchen Organen sie stammen. Sollte die nano-Redaktion diesen Nachweis erbringen, will ich gerne bestätigen, dass die Sendung die Bezeichnung  "Zukunftsmagazin" zu recht trägt und mich auf meine "flache Erde" zurückziehen.

  5. Arens: ".....ein einschlägig bekannter Gegner von alternativen Behandlungsmethoden in der Medizin."  Ich bitte Frau Arens das zu belegen. Es gibt keine Webseiten oder andere Stellungnahmen von mir die diese Behauptung rechtfertigen, auch wenn mir das auch gelegentlich unterstellt wird. Es ist eben bequemer einen Kontrahenten zu diffamieren anstatt sich mit seinen Argumenten auseinander zu setzen. In dem "Leipziger Wissenschaftsskandal", auf den Frau Arens hier offenbar hinweist, geht es nicht um Homöopathie, sondern um falsche Versuche. Homöopathen hatten schon längst mit aufwendigen Versuchsreihen mit mehreren hundert Teilnehmern gezeigt, dass die hier untersuchte  Substanz ohnehin kein Homöopathikum ist.

  6. Arens:" ...dass mittlerweile eine Reihe von Ärzten und mehrere Universitäten mit der Nanopartikelanalyse des BMIB arbeiten. "
    Auch das halte ich für eine Täuschung. Ich fordere Frau Arens auf, das zu belegen und die Arbeitsgruppen und Personen zu benennen, die mit der Nanopartikelanalyse an  Universitäten arbeiten. Ich werde das gerne nachprüfen und, wenn ich Unrecht habe, das Ergebnis hier mitteilen.
    Nachtrag (23.05.06): Das BMIB hatte auf seiner Partner-Seite als Partner benannt: Die Universität Frankfurt, die Sporthochschule Köln, das Grönemeyer-Institut der Universität Witten-Herdecke. Von anderen und mir auf diese Nennung ihres Namens in diesem Zusammenhang aufmerksam gemacht, haben diese Institute offenbar darauf gedrungen, dass sie nicht als Partner genannt werden. Siehe: http://www.nanopartikelanalyse.de/partner.html  Die oben zitierte Aussage von Frau Arens dürfte sich damit erledigt haben. Die ursprüngliche Seite kann aber noch in einem Forum eingesehen werden:
    http://www.transgallaxys.com/~kanzlerzwo/showtopic.php?threadid=966

  7. Arens: "Im Übrigen erhält das BMIB zur weiteren Forschung mittlerweile umfangreiche öffentliche
    Fördermittel. Dies geschieht nur nach eingehender Prüfung und Begutachtung des Institutes,
    der beteiligten Personen und der Methode, an der sie arbeiten."
    Wenn das richtig wäre, dann hätte Frau Arens sicher, wie das auch sonst üblich ist, angeführt, wer diese Mittel zur Verfügung stellt. Auch hier fordere ich Frau Arens auf, diese Förderer und angeblich öffentlich geförderten Projekte zu nennen, damit auch diese Behauptung nachgeprüft werden kann. Üblicherweise würde ein Sponsor darauf bestehen, dass sein Name in einem solchen Zusammenhang genannt  wird.

  8. Frau Arens erweckt den Eindruck, als sei meine Behauptung, Herr Gomez sitze an einem normalen Lichtmikroskop falsch, weil es sich in Wirklichkeit um ein hochauflösendes Dunkelfeldmikroskop handle. Ein Dunkelfeldmikroskop ist ein normales Lichtmikroskop, es wird nur eine andere Beleuchtungstechnik benutzt als bei der Durchlichtmikroskopie. Das müsste Frau Arens eigentlich wissen. Nanopartikel kann man mit diesem Mikroskop nicht untersuchen. Außerdem: Für diese Bilder braucht man nicht einmal ein "hochauflösendes Mikroskop", eine Lupe genügt.

  9. Arens::
    "Die Behauptung von Herr Dr. Keck, die gezeigten Kristalle haben mit Nanopartikeln nichts zu
    tun und die "eindrucksvollen Bilder wurden mit Lösungen ganz normaler, in jedem Labor
    vorhandener Salze erzeugt" ist nicht nur falsch, sondern zeugt von überheblicher Ignoranz
    des Kritikers. Die Nanopartikel haben ihren Namen, weil sich ihre Größe im Nanobereich
    bewegt. Das ist unabhängig davon, ob es sich hierbei um kristallartige Strukturen handelt.
    Nano ist eine Vorsilbe für Maßeinheiten. Ein Nanometer entspricht dem Milliardstel eines
    Meters. Letzteres wurde auch im Beitrag gesagt. Diese Strukturen lassen sich eindeutig in
    einem Elektronenmikroskop sehen".

    Herr Gomez sitzt in dieser Szene an einem normalen Lichtmikroskop und untersucht Kristalle, die sich in einer Lösung gebildet haben, die er vorher mit einer Tropfpipette auf einen Objektträger gegeben hat. Dann wurden die  Bilder mit den eindrucksvollen Kristallen gezeigt. Nun erklärt Frau Arens umständlich, was jedem nach Durchlesen meines Textes eigentlich klar sein sollte, dass Nanopartikel so klein sind, dass man sie (nur) im Elektronenmikroskop (EM) sehen kann. Mit dieser Aussage hat Frau Arens zweifellos recht, aber die gezeigten Bilder sind keine EM-Aufnahmen - das ist eine Täuschung, oder will Frau Arens etwa behaupten, diese Kristalle seien Nanopartikel?

  10. Arens:" Im Übrigen muss man kein solches (EM) besitzen, um damit zu arbeiten. Es ist üblich, dass sich Institute teure Messgeräte teilen, um sie auszulasten. So auch im Fall des Bingener Instituts".
    Wie bereits erläutert, behauptet das BMIB die Nanopartikelanalyse werde mit Elektronenmikroskopischen Techniken (REM und EDX) durchgeführt. Ausschnitt aus der Webseite des BMIB:
    "Die Vollblutuntersuchung "Nanopartikelanalyse" ist ein Laborverfahren und basiert auf der Identifizierung von Konzentrationsveränderungen verschiedener Blutkomponenten mittels standardisierter elektronenmikroskopischer (REM) und röntgenologischer (EDX) Techniken."

    Auszug aus einer Original-Rechnung über eine Nanopartikelanalyse des BMIB:

    Rechnung

    Es ist offensichtlich, dass das BMIB keine elektronenmikroskopischen Techniken verwendet hat. Es wurden nur normale mikroskopische Untersuchungen abgerechnet. Mit dieser Methode kann man, wie auch Frau Arens bestätigt, keine Nanopartikel untersuchen. So werden beispielsweise in dem oberen Posten 7 Untersuchungen für insgesamt EUR 84.- angeführt. Eine solche Untersuchung würde also mit EUR 12.- zu Buche schlagen. Für diesen Preis würde kein Institut sein Elektronenmikroskop zur Verfügung stellen. Für jede einzelne REM/EDX-Analyse müsste das BMIB mindestens EUR 100.- an den Eigentümer des EM bezahlen. Mit anderen Worten, wie von mir behauptet, die von dem BMIB erstellten Befunde werden mit Sicherheit nicht mit einer Nanopartikelanalyse erstellt.

    Anmerkung: Dieser Hinweis auf die Rechnungsstellung wurde am 15.05.06 auf meiner Webseite veröffentlicht. Am 23.05.06 hat das BMIB reagiert. Jeder Hinweis auf die REM/EDX-Technik ist auf der BMIB-Webseite entfernt worden. Die Nanopartikelanalyse ist nun keine Analyse von Nanopartikeln mehr.

  11. Die von dem BMIB propagierten Nanopartikel gibt es nicht!  Hier habe ich gezeigt, dass selbst, wenn man alle Substanzen des Blutes in Nanopartikel umwandeln könnte, diese Partikel nutzlos wären, weil man mit ihnen die Analysen, die das BMIB anbietet, ohnehin nicht durchführen könnte.
     

  12. Ein einziger Kritikpunkt ist berechtigt, bei dem Namen der Autorin der Sendung, Frau Wengel, hat sich ein Tippfehler eingeschlichen, der sich verselbstständigt hat. Ich habe das geändert - sorry.

Fazit

Auf Grund Ihrer Vorbildung in den verschiedenen naturwissenschaftlichen Fächern muß davon ausgegangen werden, dass Frau Arens weiß, dass Ihre Behauptungen falsch sind.  Frau Arens ist unredlich. Ihr Text ist
eine Täuschung - ein
Musterbeispiel für journalistisches Fehlverhalten. 

Frau Arens schreibt:"
In unserem Team arbeiten ausgebildete Naturwissenschaftler, die sich im Vorfeld eines
Filmbeitrages mit der Thematik auseinander setzen und auch in der Lage sind, solche Methoden entsprechend nachzuvollziehen". Wenn diese Information richtig ist, dann muss man folgern, dass dieses Team, nicht nur Frau Arens,  sich sehr wohl bewusst war, dass es eine irreführende Sendung vorbereitet und gesendet hat. Nimmt man an, dass nicht einfach eine "Verdummung des Zuschauers" beabsichtig war, kann man nur den Schluss ziehen, dass andere Interessen des nano-Teams für die Ausstrahlung dieser Sendung entscheidend waren. Die Annahme liegt nahe, dass die Sendung nicht nur im Effekt eine Schleichwerbung war, sondern als solche geplant wurde. Das hartnäckige Bemühen, selbst in aussichtloser wissenschaftlicher Lage immer noch für die Firma zu werben, unter Missachtung  eines angemssenen journalistischen Stils, verstärkt  diese Vermutung.





zurück zum Inhalt