Pseudowissenschaften in Wissenschaftsmagazinen des Deutschen Fernsehens

 

Chronologie meiner Bemühungen, das öffentlich-rechtliche Fernsehen davon zu überzeugen, dass weder "Verdummung der Zuschauer", noch irreführende Werbesendungen zu den Aufgaben eines Wissenschaftsmagazins gehören.




22.02.06 Beitrag "Nanopartikelanalyse" im Wissenschaftsmagazin "nano"
05.04.06 Veröffentlichung meiner Webseiten
05.04.06 E-Mail an die nano-Redaktion. Ich fordere die Redaktion auf, diese Fehlinformationen zu berichtigen und sich bei den Zuschauern für die irreführende Sendung zu entschuldigen.
05.04.06 E-Mail an den Intendaten des SWR, Prof. Voß, mit dem gleichen Inhalt wie die E-Mail an die Redaktion.
07.04.06 E-Mail aus der nano-Redaktion:

Sehr geehrter Herr Keck,
vielen Dank für Ihre Mail vom vergangenen Mittwoch.
Ihre Kritik zu unserem Beitrag über die Nanopartikelanalyse haben wir aufmerksam zur Kenntnis genommen und danken Ihnen für Ihre Rückmeldung. Wir sind dabei den Sachverhalt und die von Ihnen eingebrachten Einwände zu prüfen und werden uns dann wieder bei Ihnen melden.
Bis dahin bleiben Sie uns ein treuer nano-Zuschauer!
Mit freundlichen Grüßen
 
Anette Lenz-Stamm
nano-Redaktion

Das ist die einzige Nachricht, die ich von der nano-Redaktion bis heute (28.06.06) erhalten habe.
17.04.06 (?)
E-Mail einer an der Nanopartikelanalyse interessierten Patientin an die nano-Redaktion:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe am 22.02.2006 Ihre Sendung gesehen, in der es u.a. um die sog. Nanopartikelanaylse ging. Diese Methode wird durch Herrn Dr. rer. nat. Klaus Keck angezweifelt - siehe hierzu: http://www.xy44.de/tv/nano/
Was sagen Sie dazu?
Ich würde mich freuen, von Ihrer Seite eine Nachricht zu erhalten.

Mit besten Grüßen
XXXXXX



18.04.06 E-Mail der nano-Redaktion an die Patientin:

Liebe Frau XXXX
wir kennen den Text von Herrn Dr. Keck s.u. und Herr Dr. Keck ist uns schon länger bekannt, da er immer wieder mal Gegendarstellungen zu wissenschaftlichen Fernsehbeiträgen veröffentlicht. Auch der Autorin des Beitrags sind die Argumente von Herrn Dr. Keck bekannt und sie hat sich mit diesen auseinander gesetzt und arbeitet an einer Gegendarstellung, die wir Ihnen gerne demnächst zukommen lassen.
Bis dahin - liebe Grüße
Janka Arens

12.05.06 Die angekündigte Stellungnahme der nano-Redaktion wird von Frau Arens an die Anfragenden verschickt. Diese Stellungnahme mit meinen Anmerkungen >>
13.05.06 Meine Mail an Frau Arens (Ausschnitt):

"Bitte nennen Sie die Arbeitgruppen und verantwortlichen Ansprechpartner an Universitäten, die mit der Nanopartikelanalyse arbeiten. Ich möchte Ihre Angaben gerne überprüfen.

Teilen Sie bitte mit, welche Projekte des BMIB mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Auch hier bitte ich um Benennung der Ansprechpartner, damit ich mich von der Richtigkeit Ihrer Angaben überzeugen kann.

Bitte nehmen Sie dazu Stellung, ob Sie die in der Sendung gezeigten und von mir als Kristalle bezeichneten Strukturen für Nanopartikel halten und durch welche Merkmale dieser Partikel man auf welche Stoffe im Blut schließen kann. Ein oder zwei Beispiele genügen.

Bis heute, den 17.03.07, habe ich keine Antwort erhalten. Der Leiter der Koordination 3sat, Dr. Rupps wird diese "Nichtkorrespondenz" später (siehe 21.06.06) als "ausführliche Korrespondenz" bezeichnen.
14.05.06 E-Mail an den Intendanten des ZDF, des bei 3sat federführenden Senders, Herrn Schächter, mit Kopie an den Vorsitzenden des Fernsehrates des ZDF, Herrn Polenz.
17.05.06 Schreiben von Herrn Polenz, indem er mir bestätigt, dass der Intendant der richtige Adressat für meine Beschwerde ist. Er teilt mit außerdem mit, er habe sichergestellt, dass er über den Fortgang unterrichtet bleibt.
13.06.06 Schreiben des ZDF-Intendanten vom 31.05.06, in dem er mir mitteilt, dass es sich bei der Sendung um eine Zulieferung des SWR handele und er deshalb mein Schreiben an die zuständige ARD-Koordination 3sat weitergeleitet habe.

Kommentar:
Der Intendant entzieht sich seiner Verantwortung. Ich sehe hier die Verantwortung beider Sendeanstalten mit der Hauptverantwortung beim ZDF. Natürlich bin ich keine Staattsrechtler. Juristen mögen das anders beurteilen.
  • Der SWR (Frau Wengel) trägt die Verantwortung für die Produktion der Sendung.
  • Da das ZDF die Federführung hat,  trägt es die Verantwortung für die Ausstrahlung des Beitrags, zumal das Programmangement in den Händen der ZDF-Mitarbeiterin, Frau Arens, lag. Es kann kein Zweifel darüber bestehen, dass die Redaktion gemeinsam beschlossen hat, diesen Beitrag zu senden.  Diese Beurteilung wird auch durch die erwähnte Stellungahme von Frau Arens bestätigt.
  • Der Intendant nimmt nicht dazu Stellung, ob er meine Kritik für berechtigt hält.
19.06.06 Schreiben an den Vorsitzenden des ZDF-Fernsehrates, Herrn Polenz mit der Bitte, sich für eine Klärung des Falles einzusetzen. Keine Anwort bis heute, 17.03.07.
20.06.06 E-Mail an Herrn Neumann, Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Auch ihn bitte ich, sich für eine Richtigstellung einzusetzen. Eine Antwort habe ich nicht erhalten.
21.06.06 Schreiben von Herrn Dr. Rupps, Leiter der ARD-Koodination 3sat. >>
Er teilt mir mit:

"Sie haben mit der Redaktionsleitung von "nano" über diesen Beitrag eine ausführliche Korrespondenz geführt. Die Kollegin und der Kollege setzen sich mit Ihrer Kritik ausführlich und konstruktiv auseinander. Ich kann und möchte dieser Entgegnung in der Sache nichts hinzufügen"

Kommentar:
Herr Dr. Rupps schreibt die Unwahrheit. Ich habe von der nano-Redaktion ein einziges Schreiben erhalten, die oben erwähnte E-Mail von Frau Lenz-Stamm, in der sie mir mitteilte, dass man meine Kritik prüfen werde. 

Ich nehme an, dass Herr Dr. Rupps mit "Entgegnung" die bereits erwähnte Stellungnahme meint, die Frau Arens an interessierte Fernsehzuschauer versandt hat und die mir eher zufällig von einer Interessentin zugeschickt wurde. Die Formulierung lässt den Schuss zu, dass er diese Stellungnahme billigt. Das lässt nur zwei Interpretationen zu. Entweder kennt er den Sachverhalt überhaupt nicht oder er spielt das üble Spiel mit und unterstützt selbst die irreführende Werbesendung für eine Schwindelfirma.

Herr Dr. Rupps Schreiben lässt erkennen, dass er sich nicht mit meiner Beschwerde befassen "möchte". Bedeutet das, dass die Entscheidung darüber, ob sie geprüft und meiner Forderung nach Richtigstellung entsprochen wird, davon abhängt, ob ein Ressortleiter des öffentlich-rechtlichen Fernsehens meine Beschwerde nun mag oder nicht. Hat Nichtmögen Zurückweisung zur Folge?

26.06.06 Schreiben an den Intendanten des SWR, Prof. Voß >>
28.06.06 Mein Schreiben an Herrn Dr. Rupps >>
24.07.06 Statt von dem Intendanten erhalte ich ein Schreiben des Fernsehdirektors Herrn Nellessen. Das Schreiben als pdf-Datei. Herr Nellessen verweist darauf, dass der Redaktion  zu der Nanopartikelanalyse Stellungnahmen namhafter Wissenschaftler und Insitute vorliegen.
27.07.06 Meine Antwort an Herrn Nellessen:

Sehr geehrter Herr Nellessen,
    vielen Dank für Ihr Schreiben vom 24.07.06. Der interessanteste Teil Ihres Briefes ist, aus meiner Sicht, der Hinweis: "Der Redaktion liegen hierzu auch Stellungnahmen namhafter Wissenschaftler und Institute vor".
    Wenn das richtig ist, lasse ich mich natürlich gerne davon überzeugen, dass meine Kritik unberechtigt ist. Ich würde dann den Sachverhalt auf meiner Webseite richtig stellen oder meine Webseite ganz schließen.
    Ich möchte Sie bitten, mir Kopien dieser Stellungnahmen zuzuschicken.
Vielen Dank für die freundliche Einladung nach Baden-Baden, der ich gerne nachkommen werde, wenn in der Sache alle Zweifel beseitigt sind.
    Mit freundlichen Grüßen Klaus Keck
15.09.06 Der Stellvertretende Fernsehdirektor, Herr Mayer beantwortet mein Schreiben an Herrn Nellessen, abschließend, wie er betont. >>
Herr Mayer schreibt u.a. "Nach erneuter sorgfältiger Prüfung der Sachlage bleibt die Fachredaktion bei ihrer Darstellung". Das ist unglaubwürdig, denn seit Mitte August kann man auf der Indago/BMIB-Webseite nachlesen: "Im ersten Schritt, dem sog. thermischen Cracking wird die biologische Masse Blut in chemische Elemente gewandelt." Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Fachredaktion die Nanopatikelanalyse immer noch für durchführbar hält.
Die erbetenen Stellungnahmen erhalte ich natürlich nicht, aus "Gründen des journalistischen Quellenschutzes".  Es kann sich nur um eine Ausrede handeln. Es ist für mich als Wissenschaftler unvorstellbar, dass seriöse Wissenchaftler in einem solchen Fall auf Geheimhaltung bestehen.
02.02.07 Nach Abschluß der gerichtlichen Auseinandersetzungen mit der Indago schreibe ich an Herrn Mayer >>
Bis heute, den 17.03.07, habe ich keine Antwort erhalten.